VERANSTALTUNGEN:

Tag der offenen Tür

Tag der offenen Tür in der Werkstatt Erlebenswert in der Morogasse 20 in Klagenfurt am 14. September von 15-19 Uhr

Wann: 14. September von 15-19 Uhr
Wo: Werkstatt Erlebenswert, Morogasse 20, 9020 Klagenfurt

Präsentation der neuen Räumlichkeiten

Kirchtag in Ledenitzen

Kirchtag in Ledenitzen am 26. September von 11 bis 16 Uhr

Wann: 26. September von 11-16 Uhr
Wo: Lebenshilfe Ledenitzen, Denkmalweg 8, 9581 Ledenitzen

 

 

Oktoberfest im Postshop

Oktoberfest im Postshop in Ledenitzen am 3. Oktober

Wann: Mi, 3. Oktober von 9 bis 13 Uhr

Wo: Postshop Ledenitzen, Ferlacher Straße 24, 9581

Musik mit Patric Libardi-Reheis

Demenz-Informationsabend Termine 2018

Im Juni und September, ab 18 Uhr

Kostenloser Informations-
abend zum Thema Demenz für Angehörige

Demenz-Informationsabend Termine 2019

Kostenloser Informations-
abend zum Thema Demenz für Angehörige

Kostenlose Schulung zum Thema Demenz für Angehörige im Jahr 2019 (5. März und 1. Oktober)

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Sie befinden sich hier: Lebenshilfe Kärnten
23.03.2018,
Allgemeine News

Wertschätzend & auf Augenhöhe

Als Eltern, Angehörige, Selbstverstreter und engagierte Förderer bringt jedes Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Kärnten eine wichtige Perspektive in die Organisation mit ein. Ernestus Vrisk, ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Kärnten und Angehöriger, stellte sich uns für ein Interview zur Verfügung.

Was braucht es, um ein gutes Vorstandsmitglied zu sein?

Die Bereitschaft in einer Organisation wie der Lebenshilfe einerseits im Sinne der Klienten und andererseits auch im Sinne der Ziele der Lebenshilfe tätig zu sein. Darüber hinaus neben der Tätigkeit im Vorstand die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu gehört auch, immer den Kontakt sowohl zu den Mitarbeitern als auch zur Landesleitung zu pflegen. Ebenso schadet es sicherlich nicht, gewisse Grundsätze der Führung und des Managements zu kennen, zu beherrschen, aber auch anzuwenden. Worin sehen Sie Ihre Aufgabe im Vorstand?Meine Aufgabe sehe ich darin, mein – im Zuge meiner beruflichen Tätigkeit – über 42 Jahre erlerntes, erfahrenes und erlebtes Wissen in diese Tätigkeit einzubringen. Ebenso sehe ich es als Verpflichtung an, vieles zu hinterfragen, nicht alles als selbstverständlich hinzunehmen und immer für unkonventionelle Lösungen offen zu sein. Sehr wichtig ist für mich, als Vorstandsmitglied für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansprechbar zu sein und nicht in der Anonymität des Vorstandes zu verharren. Der Kontakt mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch den Menschen, die von der Lebenshilfe Kärnten begleitet werden, wird von mir nach Möglichkeit gepflegt und wird sich in der nächsten Zeit auch intensivieren. Eine große persönliche Belastung innerhalb meiner Familie gibt es jetzt nicht mehr, das heißt, ich kann jetzt auch zu anderen Einrichtungen der Lebenshilfe und mehr Kontakte pflegen und nicht nur zur Morogasse, wo mein Sohn arbeitet. Natürlich immer in Absprache mit der Landesleitung.    Was hat sich in den letzten Jahren für die Lebenshilfe Kärnten positiv verändert?Als äußerst positiv habe ich die Einführung des Personenzentrierten Planens (PZP) gesehen. Dies deshalb, weil ich aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit im Österreichischen Bundesheer als Teamtrainer für Gruppendynamik und Führungsverhalten sowie Supervision dieses System, wenn auch unter anderem Namen, bereits seit Mitte der 90er Jahre angewandt und auch trainiert habe. Die Einführung der „Freizeitassistenz“ ist ebenso eine sehr gute Einrichtung, die sich bisher sehr bewährt hat.   Wo herrscht noch Handlungsbedarf?Das PZP muss noch viel mehr in unsere Organisation getragen werden. PZP wirkt nicht indem es eingeführt wird, sondern indem es GELEBT wird. Und da haben wir noch Nachholbedarf. Nicht zu vergessen ist jedoch, dass dies Zeit braucht. Im Österreichischen Bundesheer hat es einige Jahre gedauert (und dauert mancherorts auch heute noch) bis es so funktioniert hat, wie es angedacht war.Handlungsbedarf besteht auch im Bereich der „Freizeitassistenz“. Das Angebot für die Klientinnen und Klienten muss breiter werden. Die Bedürfnisse und auch die Möglichkeiten der Klientinnen und Klienten müssen noch mehr berücksichtigt werden. Hier müssen wir flexibler werden. Nur Besuche im Hallenbad, Kaffee trinken gehen, Bowlen oder der wiederholte Besuch von Weihnachtsmärkten und ähnliches ist zwar ein Anfang, aber mehr nicht. Wenn wir die Inklusion ernst nehmen wollen, müssen wir uns auch hier breiter aufstellen. Es gibt sicherlich noch viele Tätigkeiten, die unseren Klientinnen und Klienten nicht nur Freude machen, sondern sie auch fördern. Und dies muss auch das Ziel jeder Tätigkeit sein. Natürlich müssen hier Initiativen gesetzt werden, aber das ist ja schließlich unsere Arbeit. Vergessen wir aber nicht die körperliche Förderung. Sportliche Betätigung auf einem Niveau, das Menschen mit Behinderung nicht überfordert, jedoch fördert, muss selbstverständlich sein. Alle Hilfestellungen, die uns hier zur Verfügung stehen, sind einzusetzen; als Beispiel wäre hier nur der Turnsaal in der Bahnstraße zu nennen.

Welche gesellschaftliche Entwicklung macht Ihnen als Vorstandsmitglied Sorgen?
Die Gesellschaft in Österreich schmückt sich gerne mit den Lorbeeren „auch ich habe beeinträchtigten Personen geholfen“. Dies erfolgt aber zum Großteil nur in der Zeit der Spendenaktionen in der Weihnachtszeit. Wo sind hier die Initiativen zur Integration von beeinträchtigten Menschen in die Gesellschaft. Solange zu viele Unternehmen lieber die Strafzahlungen leisten, wenn sie keinen Behinderten-Arbeitsplatz besetzen, als es zumindest zu versuchen, treten wir hier auf der Stelle. Inklusion wird nicht durch Zeitungsartikel, beschönigende Reden oder durch Fotos mit beeinträchtigten Personen belebt. Inklusion muss gelebt werden und zwar von allen! In der Politik ist meines Erachtens derzeit das wichtigste, dass öffentliche Gebäude oder neu gebaute Wohnungen behindertengerecht ausgeführt werden. Wo ist der Einsatz der Politik, um Klientinnen und Klienten (egal ob von Lebenshilfe, Caritas und ähnlichen Organisationen betreut) in Unternehmen zu bringen und ihnen die Chance zu geben, sich hier weiterzuentwickeln. Wo ist die Initiative, um beeinträchtigten Personen, die keine Einkünfte aus Arbeitstätigkeit und ähnliches haben, eine Freifahrt auf öffentlichen Verkehrsmitteln zu geben, wie es z.B. Schüler, Lehrlinge und auch Studierende in Anspruch nehmen können.
  
Welche Lebensweise trägt zu einer inklusiven Gesellschaft bei? Oder was fehlt der Gesellschaft für eine inklusive Lebensweise?
Solange von Teilen der Gesellschaft, von manchen Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, aber auch von vielen Politikern, beeinträchtigte Personen immer wieder fast ausgegrenzt werden, ist die inklusive Gesellschaft eine Vision. Beeinträchtigte Personen wollen für sich keinen Sonderstatus, sie wollen WERTSCHÄTZEND und auf AUGENHÖHE behandelt werden. Wenn dies geschieht, wird aus einer Vision eine Realität. Doch ich möchte nicht alles so negativ darstellen. In einigen Bereichen gibt es bereits gute Ansätze in die richtige Richtung, durch Menschen in der Gesellschaft. Von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen (z.B. Arnold Schwarzenegger) und auch in der Politik.
 
Was wünschen Sie sich für die Lebenshilfe Kärnten?
Ich wünsche mir, dass die Lebenshilfe Kärnten sich noch mehr öffnet als bisher. Die Kontakte mit den Medien unserer Zeit sind noch intensiver zu nutzen, die Veranstaltungen der verschiedenen Niederlassungen der Lebenshilfe müssen noch mehr beworben werden. Unsere Kärntner VIPs sind noch viel mehr in die Pflicht zu nehmen. Laden wir sie doch regelmäßig zu jeder Veranstaltung ein, die wir organisieren und durchführen. Bringen wir diese Menschen dazu, dass es „IN“ ist, bei solchen Veranstaltungen dabei zu sein und helfen wir ihnen damit, leider noch immer vorhandene Schranken zu beeinträchtigen Personen abzubauen, damit sie ein Beispiel für viele andere Menschen geben.


Zur Person

Ernestus Vrisk ist seit 2016 Vorstandsmitglied der Lebenshilfe Kärnten. Der Klagenfurter ist gelernter Gewerbekaufmann und arbeitete als Dachdecker und Spengler. Beim Österreichischen Bundesheer war er Ausbilder in der Grundausbildung sowie Fachausbilder für verschiedene militärische Tätigkeiten. Seit 1983 ist er Referent des Kärntner Zivilschutzverbandes.
Geburtsdatum: 22. November 1952
Familie: Seit 1976 verheiratet mit Doris Vrisk, zwei Töchter (Tanja und Simone) und Sohn Alexander.

Meine Stärken sind… eine hohe Empathie, gute Beherrschung und die Fähigkeit strukturiert arbeiten zu können.
Glücklich macht mich... nach 41 Ehejahren noch immer glücklich in meiner Beziehung zu sein und meine drei Kinder, die fast täglich mit uns Kontakt halten – Alexander lebt ja mit uns.
Ärgerlich machen mich… Umstandskrämerei, Unehrlichkeit, Intrigen, Reden hinter dem Rücken und nicht offen dem Anderen gegenüber sein.
Kraft hole ich… aus der Musik. Ich spiele zwar kein Instrument, aber Musik von Händel, Vivaldi, Monteverdi sowie einige Songs von Udo Jürgens und Andreas Bourani bringen mich immer wieder zur Ruhe, aus der ich dann meine Energie schöpfe.
Stolz machen mich… meine sportlichen Leistungen. Ich war dreimal Staatsmeister, 11-mal Landesmeister im Schießen. Mit meinen Inline-Skates absolviere ich seit 1993 jährlich rund 2000 km, den Donauradweg von Passau nach Wien habe ich dreimal absolviert. Stolz bin ich auch auf meinen ersten und den fünften Marathonlauf. Den ersten Marathonlauf, weil ich ihn bewältigt habe und den fünften und letzten, weil ich ihn nach achtmonatiger Rauchabstinenz in 3 Stunden und 16 Minuten bewältigt habe.
Mein Lebensmotto: Ein Zitat von Antoine De Saint-Exupery:
„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer.“

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Lebenshilfe Kärnten
Morogasse 20/1
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: +43 / 463 / 33 2 81 1011
Fax: +43 / 463 / 33 2 81 1032
E-Mail: landesleitung(at)lebenshilfe-kaernten.at

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