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Kleine Zeitung Inklusiv gestartet

Inklusive Nachrichten für jedermann

Gerade während der Covid-Krise gewinnt einfache Sprache nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern auch für Menschen nichtdeutscher Muttersprache, ältere Menschen, aber auch für all jene, die schnell klare Informationen erhalten wollen an Bedeutung. Aus diesem Bedürfnis entstand das Projekt „Kleine Zeitung inklusiv“, bei dem Menschen mit Behinderungen Nachrichten der Kleinen Zeitung in einfache Sprache übersetzen.

Es gab eine Schulung, in welcher die angehenden Übersetzerinnen und Übersetzer in Theorie und Praxis ausgebildet wurden. Für diese Schulung konnten sich Menschen mit Behinderungen bewerben und die Ausschreibung war für jedermann offen. So besuchten auch Beschäftigte anderer Institutionen die Workshops, die von einer journalistischen und pädagogischen Fachkraft geplant und begleitet wurden. Nach einer theoretischen Phase, in der den TeilnehmerInnen Wissen über Journalismus und einfache Sprache vermittelt wurde, wurde es in der Praxisphase mit Übersetzungsarbeiten im Distance Learning konkret. Viele der bereits übersetzten Artikel finden sich bereits auf der Homepage der Kleinen Zeitung: https://www.kleinezeitung.at/service/topeasy/index.do.  

Seit 3. Dezember 2020, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, arbeiten die Übersetzerin und die Übersetzer im Homeoffice und übersetzen Artikel der Kleinen Zeitung Kärnten.

Welche Ziele möchte man mit dem Projekt erreichen?  

Menschen mit Behinderung übernehmen eine tragende Rolle in der Informationsvermittlung. Sie fungieren als Experten in einfacher Sprache. Außerdem soll mit den Nachrichten in einfacher Sprache ein Zugang zu Wissen für jedermann ermöglicht werden und damit wird ein wichtiger Beitrag zur Allgemeinbildung erreicht. Ziel ist es, das Projekt noch größer werden zu lassen, um noch mehr Nachrichten und relevante Informationen übersetzen zu können. Gerade in der aktuellen Wissensflut von Covid-19, Impfungen, Bürgermeister- und Gemeinderats-Wahlen etc. ist eine Informationsweitergabe an alle Bevölkerungsgruppen unumgänglich. 

„Die Basis des Projekts ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die Recht auf Arbeit und Zugang zu Informationen einfordert. Aber das Projekt zeigt zudem, dass Menschen mit Behinderungen einen seriösen und wertvollen Beitrag für die Gesellschaft übernehmen, ohne auf ihre Behinderung reduziert zu werden. Mit den Übersetzungsleistungen wird ein Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen“, erklärt Silke Ehrenbrandtner, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kärnten und freut sich über den Startschuss am 3. Dezember 2020.