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Mit PS durch den Alltag

Es sind meist nicht die körperlichen Behinderungen, die einen einschränken.


Günter Moser ist bereits seit über 30 Jahren in der Lebenshilfe Ledenitzen und feierte im Mai seinen 77. Geburtstag. Trotz seiner Beeinträchtigung bewältigt er seinen Alltag mit viel Elan und Lebensfreude und ist bemüht, seinen Alltag so selbstständig als möglich zu meistern und zu gestalten. 

Um mobil zu bleiben bewegt sich Herr Moser mittels einer Krücke fort. Bei Aktivitäten und Ausflügen außerhalb der Einrichtung, benötigt er die Unterstützung seiner Begleiter, um mit dem Rollstuhl von A nach B gefahren zu werden. Nachdem Herr Moser bei einer anderen Person, einen elektrischen Rollstuhl sah und immer wieder auf diesen zeigte, um uns mittzuteilen: “So was wäre ja auch was für mich…“, war es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klar, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Im Vorfeld probierte Herr Moser aus, wie es denn so ist, mit einem elektrischen Rollstuhl zu fahren und ab diesem Zeitpunkt, gab es definitiv keine Zweifel mehr – denn ein solcher Rollstuhl bedeutet für Herrn Moser mehr Lebensqualität und Selbstbestimmung. 
Frau Paulitsch, die Bezugsbetreuerin von Herrn Moser, setzte alle Hebel in Bewegung, um diesen Wunsch zu erfüllen. Das Projekt „Mit PS durch den Alltag“ konnte beginnen. Aber: Trotz zahlreicher Arztbesuche und Verordnungen wurde der Rollstuhl von der Versicherung vorerst abgelehnt. So entschloss sich Frau Paulitsch das Gemeindeamt in Finkenstein zu kontaktieren und brachte dort ihr Anliegen vor. Die Vize-Bürgermeisterin und Sozialreferentin Christine Sitter versprach zu helfen.
Schließlich spendete die Mallestiger Burschenschaft einen Teil des Geldes (1.500 Euro!) für den Rollstuhl von ihren Einnahmen. Der Rest des Geldes wurde dann von der Versicherung übernommen.

Die Freude war unbeschreiblich, als Herrn Moser sein neues „Fortbewegungsmittel“ von der Firma Sepin überreicht wurde. Nach einer ausführlichen Einschulung, konnte Herr Moser es gar nicht erwarten die erste Fahrt zu machen. Nach anfänglichen Übungsfahrten im Wohnhaus ging es voller Begeisterung auf dem Gelände der Lebenshilfe schon etwas flotter zur Sache.
Herr Moser hat sich in kürzester Zeit auf den neuen Rollstuhl gewöhnt und dadurch eine große Unterstützung in seiner Mobilität erhalten. Diese neugewonnene Lebensqualität und die Freude von Herrn Moser, zeigt uns Mitarbeitern, dass es wichtig ist, nicht aufzugeben.