Peer Beratung

Peer-Beratungen

Peer-to-Peer (kurz meist P2P genannt, von englisch peer „Gleichgestellter“, „Ebenbürtiger“) ist eine Bezeichnung für eine Kommunikation unter Gleichen. 

Für die Lebenshilfe Kärnten bedeutet dies nicht nur Kommunikation auf Augenhöhe, sondern vielmehr ein wesentlicher Bestandteil der Interessensvertretung und Qualitätssicherung. Es geht hier darum, die begleiteten Personen dahingehend zu befähigen, dass sie sich untereinander stärken, ihre eigenen Interessen gestalten und Wünsche artikulieren und einfordern. Darunter fällt zum Bespiel die regelmäßige Zufriedenheits-Evaluierung, die von jenen Personen durchgeführt wird, die es betrifft, nämlich den begleiteten Personen selbst.

Gemeinsames evaluieren und planen

Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnhäuser sowie Beschäftigte der Werkstätten  absolvierten eine Ausbildung, um die Evaluation der Dienstleistungen in der Lebenshilfe Kärnten durchzuführen. Personen, die sich verbal nicht ausdrücken können, werden mit einer speziellen Methode einen Tag lang beobachtet, um so auch deren Zufriedenheit mit den angebotenen Dienstleistungen zu evaluieren. 

 

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    Wie schaut das Peer-to-Peer Evaluationskonzept aus?

    Die Menschen, die die Angebote der Lebenshilfe Kärnten in Anspruch nehmen, entwickelten gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Evaluationskonzept „gevap“ (gemeinsames evaluieren und planen), um die Zufriedenheit abzufragen. Mit diesem Schritt stellte das gevap-Team eine Evaluation auf die Beine, die speziell an den Herausforderungen der Lebenshilfe Kärnten orientiert ist. Eine große neue Komponente ist das Element „Planen“. So enthält der Fragebogen zum Beispiel auch einen Abschnitt zur Zukunftsgestaltung. In dieser Weise erhält die Lebenshilfe Kärnten Inputs, die für den Umgang der speziellen Herausforderungen notwendig sind. Die Auswertung der Umfrage erfolgt über eine unabhängige dritte Firma. 

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    Was ist eine Peer-Beratung? 

    Die Lebenshilfe Kärnten plant, in den nächsten Jahren eine Peer-Beratung in das Angebot mitaufzunehmen. Das Besondere an einer Peer-Beratung ist, dass Betroffene andere Betroffene beraten. Innerhalb der Lebenshilfe Kärnten bedeutet dies, dass Menschen mit Behinderungen andere Menschen mit Behinderungen beraten. Es gibt eine eigene Ausbildung für Peer-Beraterinnen und Peer-Berater, in der Menschen mit Behinderungen professionell erlernen, wie Beratung funktioniert.

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    Warum sind Peer-Beratungen wichtig? 

    Menschen mit Behinderungen haben häufig Fragen, die im Alltag nicht beantwortet werden können. Oftmals liegt es an sprachlichen Hürden oder auch daran, dass die Personen nicht wissen, woher sie Informationen zu bestimmten Themen bekommen können. Die Peer-Beratung soll eine Anlaufstelle für Fragen und Wünsche zur persönlichen Lebensgestaltung werden, aber auch die Beratung zu psychosozialen Inhalten gewährleisten. Wesentlich für die Beratung ist, dass der Mensch im Mittelpunkt der Beratung steht und, dass Lösungen gemeinsam erarbeitet werden.
     

Kontakt und Information

Mag. Steffen Felscher, MA MA
Morogasse 20
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: 0463 33281 1019
Email: S.Felscher@lebenshilfe-kaernten.at