Persönliche Zukunftsplanung

Der Weg des personenzentrierten Arbeitens der Lebenshilfe Kärnten

Die Lebenshilfe Kärnten befindet sich auf dem Weg zu einer Personenzentrierten Organisation. Aufgrund dessen wurden an allen Standorten Expertinnen und Experten des Personenzentrierten Arbeitens und Zukunftsplanens (PZA und PZP) weitergebildet, die nun standortübergreifend in Teams ihre Arbeit aufnehmen. Es geht auch darum, dass sich die Organisation verändert und man gemeinsam vor Ort neue Möglichkeiten schafft. Es geht darum, Fähigkeiten aufzudecken, Möglichkeiten zu entdecken und neue Wege zu finden.

Jeder Mensch hat das Recht auf ein für ihn passendendes, qualitativ hochwertiges Leben nach seinen Vorstellungen. Im Mittelpunkt des Arbeitens steht immer die Person, um die es geht – mit ihren Stärken, mit ihren Wünschen und Plänen, mit ihren Bedürfnissen und natürlich auch mit ihrem individuellen Unterstützungsbedarf. Für Menschen mit Behinderungen ist es wichtig, dass sie nicht nur inmitten der Gesellschaft leben können, sondern auch, dass sie etwas dazu beitragen können. 

    Der Erklärfilm zum Thema Persönliche Zukunftsplanung wurde als Aninmationsfilm von Sarah Roloff mit Beratung der Kollegen von Wunschwege von Leben mit Behinderung Hamburg für das Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung erstellt. Dies ist die Version ohne Untertitel - auf diesem Kanal finden Sie auch eine Version mit Untertiteln. Mehr Infos zum Thema Persönliche Zukunftsplanung unter www.persoenliche-zukunftsplanung.eu.

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      Grundwerte des Personenorientierten Arbeitens

      Grundsätzlich wird gemeinsam mit Freunden, Angehörigen und Bezugspersonen mit und für Menschen mit Behinderungen überlegt, wie dieser Mensch leben möchte, was seine Ziele, Stärken und Lebensvorstellungen sind. Die persönliche Zukunftsplanung ist dabei nicht eine Methode, sondern umfasst viele methodische Ideen und Planungsansätze, um positive Veränderungen zu bewirken. 

      Personenzentriertes Arbeiten heißt, die Person, um die es geht, steht im Mittelpunkt:

      • mit ihren Stärken
      • mit ihren Wünschen und Träumen
      • mit ihren Zielen und Plänen
      • mit ihren Bedürfnissen 
      • mit ihrem Unterstützungsbedarf

       

      Personenzentrierung ist vor allem eine Haltungsfrage:

       

      Personenzentriertes Arbeiten heißt, dass wir die Menschen dabei unterstützen:

      • selbst über ihr Leben zu bestimmen
      • den eigenen Stil zu finden
      • mehr Lebensqualität zu gewinnen
      • sich neue Lebensbereiche zu erschließen
      • neue Rollen auszuprobieren
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      Persönliche Lagebesprechung


      Die „Persönliche Lagebesprechung“ ist eine Methode des Personenzentrierten Arbeitens und eignet sich gut, um einen Überblick über die aktuelle Situation der Hauptperson zu bekommen, für sie wichtige Themen herauszufiltern und erste Schritte für ihre Lebensvorstellung zu planen.

      Zu dieser Lagebesprechung wird der Unterstützerkreis der Hauptperson geladen. Die Sitzung besteht aus sechs bis neun Elementen, die separat auf Plakaten zusammengetragen werden.
      Der Prozess gliedert sich in drei Phasen:

      1. Ankommen und orientieren
      2. Ideen zusammentragen und
      3. Aktionsplan erstellen

      Die Stärke besteht darin, dass die Situation aus verschiedenen Perspektiven erfasst wird.

       

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      Unterstützerkreise

      Bestandteil des Personenzentrierten Arbeitens ist es, über die entdeckten Stärken und Interessen den Unterstützerkreis auf Personen zu erweitern, die nicht in einem Arbeits- oder Familienverhältnis zur Person stehen. Dabei geht es um die Frage: Wer kann mir dabei helfen, meinen Wunsch zu verwirklichen? Die Herausforderung liegt meist darin, selbstständig Neues bzw. Unbekanntes zu erkunden und die Komfortzone zu verlassen. Doch wenn man weiß, was man möchte, was man sich wünscht, dann sind diese Hemmungen schnell überwunden.

       

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      Seite "Über mich" 

      Die Seite über mich ist eine Methode des Personenzentrierten Arbeitens, die einen Überblick über das, was der Person wichtig ist und wie man sie gut unterstützen kann. Sie ist ein guter Schritt, um personenzentrierte Informationen von den unterstützten Personen und ihren Familien zu erfragen und sich auch gegenseitig auszutauschen. Ziel ist es, wichtige Informationen auf einer Seite zusammenzufassen. Diese „Seite über mich“ kann je nach Anlass verschiedene Formen annehmen und sich im Laufe der Zeit ändern.
       

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