Promikochen im Brauhaus Wolfsberg: Ein Abend voller Kulinarik, Humor und gelebtem Miteinander
Landeshauptmann Ing. Daniel Fellner griff am Dienstag, 11. August, im Brauhaus Wolfsberg gemeinsam mit Mitarbeiter*innen mit Assistenzbedarf zum Kochlöffel und bereitete für die Gäste ein exklusives Menü zu. Im Service sorgten Kabarettist Petutschnig Hons, Meilenstein-Frontman Helmut „Heli“ Brunner, Ex-Miss-Europe, Sängerin und Model Beatrice Turin, Nockis-Frontman Gottfried Würcher sowie Radio- und Fernsehliebling Marco Ventre für beste Unterhaltung, die von Moderatorin Brigitte Liegl stimmungsvoll begleitet wurde.
Dabei waren die Prominenten nicht allein unterwegs: Jedem von ihnen wurde ein persönlicher Tandempartner aus dem Brauhaus zur Seite gestellt. Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen mit Assistenzbedarf übernahmen sie den Service, begleiteten die Gäste durch den Abend und sorgten dafür, dass Speisen und Getränke an den richtigen Tisch kamen. So wurde Inklusion nicht nur thematisiert, sondern ganz selbstverständlich gemeinsam gelebt.
Unter den Gästen fanden sich zahlreiche Kärntner Persönlichkeiten, darunter Kult-Lokal-Besitzer Rudi Mally, Wolfsbergs Vizebürgermeisterin Michaela Lientscher und Pfarrer Krzysztof Kranicki. Sie genossen nicht nur das exklusive Menü, sondern auch die besondere Atmosphäre des Abends. In Küche und Service wurde gemeinsam gearbeitet, gelacht und natürlich auch der eine oder andere Schmäh mit den Gästen ausgetauscht.
Inklusion, die man erleben kann
Das Promikochen war weit mehr als ein gesellschaftliches Ereignis. Es machte sichtbar, was möglich ist, wenn Menschen mit und ohne Assistenzbedarf gemeinsam arbeiten und ihre jeweiligen Stärken einbringen können. Auch Landeshauptmann Daniel Fellner zeigte sich beeindruckt: „Es war mir eine große Freude, Teil dieses besonderen Abends zu sein. Im Brauhaus wird sichtbar, wie viel möglich ist, wenn Menschen ihre Stärken einbringen können und Inklusion selbstverständlich gelebt wird.“
Lebenshilfe-Präsident Anton Henckel-Donnersmarck betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von gleichberechtigter Teilhabe und fairer Entlohnung: „Es geht um Wertschätzung und die gleichen Rechte und Pflichten für alle. Wir sind stolz darauf, Menschen mit Assistenzbedarf einen Arbeitsplatz mit Gehalt statt Taschengeld geben zu können.“
Ein Abend mit viel Schmäh und noch mehr Teamgeist
Wie gut das Miteinander funktioniert, zeigte sich auch bei den Tandems. Florian Freudelsperger, selbst Mitarbeiter mit Assistenzbedarf im Brauhaus, erzählte, dass er sich jeden Tag darauf freue, zur Arbeit zu gehen, Tische zu decken und Gäste zu bedienen.
Als Tandempartner von Landeshauptmann Fellner zeigte sich Fabian Bürger besonders erfreut über die prominente Unterstützung. Auf die Frage, ob er den Landeshauptmann fix im Brauhaus aufnehmen würde, antwortete er mit einem Schmunzeln: „Nur wenn es mit der Politik nichts wird!“
Der Schmäh kam an diesem Abend also tatsächlich nicht zu kurz. Es wurde gemeinsam gelacht, gewitzelt und gearbeitet – selbstverständlich und ohne Berührungsängste. Genau darin lag die besondere Botschaft des Abends: Inklusion funktioniert dann am besten, wenn sie nicht als etwas Besonderes inszeniert werden muss, sondern einfach gemeinsam gelebt wird.
Musikalischer Ausklang und Unterstützung für inklusive Projekte
Für den musikalischen Höhepunkt sorgte Beatrice Turin, die den Abend mit ihren Gesangseinlagen stimmungsvoll ausklingen ließ und das Publikum begeisterte. Die Gäste honorierten ihren Auftritt mit großem Applaus und zeigten sich von der gelungenen Veranstaltung begeistert.
Der Reinerlös des Abends kommt inklusiven Projekten der Lebenshilfe Kärnten zugute. Mit den Einnahmen werden unter anderem Unterstützte Kommunikation und Assistierende Technologien finanziert. Ziel ist es, noch mehr Menschen mit Assistenzbedarf Teilhabe und den Zugang zu inklusiven Arbeitsprojekten zu ermöglichen. „Es erfüllt mich mit Stolz zu sehen, wie sehr unsere Mitarbeiter*innen mit Assistenzbedarf in ihre Rollen hineingewachsen sind und Verantwortung übernehmen“, so Tanja Zobic, pädagogische Leitung im Brauhaus.
Das Promikochen zeigte damit eindrucksvoll: Wo Menschen gemeinsam anpacken, entsteht nicht nur gutes Essen, sondern auch Begegnung, Wertschätzung und echte Teilhabe. Ein stimmungsvoller Abend ganz im Zeichen von Inklusion, Kulinarik und gelebtem Miteinander.

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