Unterstützte Kommunikation (UK)

Unterstützte Kommunikation (UK)

Unterstützte Kommunikation (UK)

Wenn Worte schwerfallen

Stellen Sie sich vor, Sie möchten etwas Wichtiges sagen, aber die Worte kommen einfach nicht heraus. Oder jemand spricht mit Ihnen, aber Sie verstehen nicht genau, was gemeint ist – Für viele Menschen ist das Alltag.
Unterstützte Kommunikation (UK) ist eine Methode, die Menschen hilft, sich auszudrücken und zu verstehen, wenn die verbale Sprache (also das Sprechen mit dem Mund) nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.

Einführung von Unterstützter Kommunikation (UK) in der Lebenshilfe Kärnten

Seit Januar 2025 läuft das Projekt zur Einführung von Unterstützter Kommunikation (UK) in der Lebenshilfe Kärnten. Ziel ist es, UK einheitlich und langfristig in der Organisation zu verankern.
Elf Mitarbeiter*innen, sogenannte “UK-Multiplikator*innen” haben von Januar 2025 bis Ende 2025 die Ausbildung zur UK-Fachkraft absolviert. Zwei weitere setzen ihr Wissen bereits täglich ein. Kurse zum UK-Basiswissen für alle Mitarbeiter*innen wurden 2025 von einer externen Vortragenden an allen Standorten angeboten. Die Basis-Kurse werden auch dieses Jahr wieder angeboten. So kann jede*r mitmachen.

Kommunikation braucht Zeit – und das ist okay!

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    Was ist Unterstützte Kommunikation (UK)?

    Unterstützte Kommunikation (UK) ist eine Methode, die Menschen hilft, sich auszudrücken und zu verstehen. 

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    Wer braucht Unterstützte Kommunikation (UK)?

    Alle, die Schwierigkeiten beim Sprechen oder beim Verstehen haben.

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    Warum ist Unterstützte Kommunikation (UK) so wichtig?

    Unterstützte Kommunikation hilft, sich besser mitzuteilen – sie stärkt Selbstbestimmung, erleichtert Teilhabe und verbessert das Miteinander.

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    Welche Methoden / Werkzeuge gibt es in der Unterstützten Kommunikation (UK)?

    Es gibt viele verschiedene Methoden. So gibt es für jede*n etwas Passendes.

    Zum Beispiel:

    • Gebärden: Gesten oder Gebärdensprache
    • Symbole und Bilder: Fotos, Bilder, Piktogramme (z.B. vom Anbieter Metacom)
    • Elektronische Hilfsmittel („Talker“): z.B. Tablets mit Sprachausgabe. Das Gerät spricht Worte für einen aus.
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    Kann jeder kommunizieren?

    • Jeder Mensch hat das Bedürfnis und das Recht eigene Gedanken, Wünsche und Gefühle mitzuteilen.
    • Unterstützte Kommunikation (UK) gibt die Möglichkeit dazu.
    • Es geht darum, jedem Menschen eine Stimme zu verleihen.
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    Nimmt Unterstützte Kommunikation (UK) die Fähigkeit für verbale Sprache weg?

    Nein, weil verbal spricht man immer schneller. Unterstützte Kommunikation (UK) soll die verbale Kommunikation nicht ersetzen, sondern unterstützen und erleichtern.

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    Tipps zum Umgang mit Unterstützter Kommunikation (UK)

    • UK braucht Geduld und das Miteinander.
    • Je nach UK-Hilfsmittel können auch Sie z.B. Symbole oder Gebärden für die Kommunikation nutzen.
    • Bitte lassen Sie der UK-Nutzerin oder der UK-Nutzer Zeit, sich mit dem UK-Hilfsmittel auszudrücken und antworten Sie darauf.
    • Auch wenn es am Anfang schwer ist, bitte bleiben Sie dran. Es ist wichtig, auch sich selbst Zeit zu geben.
    • Mit Geduld und Zeit das UK-Hilfsmittel spielerisch in den Alltag integrieren. Dadurch verbessert sich die Kommunikation.

Kontakt und Information

Miriam Kronawetter, BA MA
Morogasse 20
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Telefon: 0676 848380-219
Email: M.Kronawetter@lh-k.at